Hetsch (Philipp Friedr. von), Historienmaler, eb. zu Stuttgart 10. Sept. 1758, wurde an der Karlsschule erzogen, wo Schiller sein Kollege war. Hier empfing er auch den ersten Unterricht künstlerischer Richtung durch den Franzosen Guibal nach der Antike und durch Harper im Landschaftsfache. Indes gehört H.s Entwickelung eigentlich dem Ein— flusse der Pariser Schule an, wohin er 1780 reiste, um dort unter Vien und Joseph Vernet zu studieren. Er schloß sich an die akademisch-klassizistische Richtung an, in welcher er Geschichtsbilder, meist aus der Stoffwelt der Antike, in zierlichen Kompositionen und gefälliger Färbung hervorbrachte. In die Heimat zurückgekehrt, erhielt er die Stelle eines Hofmalers und begab sich zwischen 1785 und 1795 nach Italien. Nachdem er eine Zeit lang in Stutt7 als Professor gewirkt hatte, wurde er 1805 irektor der Gemäldegalerie daselbst, wo er 31. Dez. 1839 starb. Seine Mutter der Gracchen in der dortigen Sammlung ist sein bedeutendstes Werk, mehrere Gemälde schmücken die königl. Residenz. Er versuchte sich auch mit Glück im Porträtfach und als Landschafter, nirgends aber besser als in friedlichen Motiven mytholog. Inhalts.