Hann (Jul.), Physiker, geb. 23. März 1839 in Schloß Haus bei Linz in Oberösterreich, besuchte das Gymnasium in Kremsmünster, studierte in Wien, legte 1864 die Lehramtsprüfung für Mathematik und Physik ab und supplierte drei Lehrstellen 1865—68 an den Oberrealschulen in Wien und Linz. Im J. 1865 wurde ihm mit Jelinek die Redaction der 4Zeitschrift für Meteorologier übertragen. Dies gab später Veranlassung zu seiner Berufung nach Wien als provisorischer Adjunkt an der k. k. Centralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus, der damals Jelinek vorstand. Im J. 1868 habilitierte er sich an der Universität, wurde 1873 zum außerord. Professor für physik. Geographie und nach Jelineks Tode (1877) zum Direktor der meteorolog. Centralanstalt und zum ord. Professor an der Universität ernannt. Im J. 1872 wurde er korrespondierendes, 1877 wirkliches Mitglied der kaiserl. Akademie in Wien. Außer zahlreichen meteorolog. Abhandlungen verfaßte er von der gemeinsam mit Hochstetter und Pokorny herausgegebenen Allgemeinen Erdkunder den ersten Teil, die „Astronomische Geographie und Physik der Erde (3. Aufl., Prag 1881) und Handbuch der Klimatologies (Stuttg. 1883). Hauna, Distrikt in Mähren, s. u. Hannaken.