FeedHasse (Karl Ewald)
HeilkundeBrockhaus 1882

Hasse (Karl Ewald), namhafter Patholog, ein jüngerer Sohn von Friedrich Christian August H., geb. 23. Juni 1810 zu Dresden, studierte auf der Medizinisch-chirurgischen Akademie daselbst und nachher auf der Universität Leipzig. Nachdem er zwei Jahre auf wissenschaftliche Reisen nach Paris und Wien verwendet und eine Zeit lang den Grafen Stroganow als Leibarzt begleitet, habilitierte er sich 1836 zu Leipzig und wurde 1839 zum außerord. Professor ernannt. Im J. 1844 ging er nach Zürich als mediz. Direktor der Kantonal-Krankenanstalten und Professor der mediz. Klinik, von wo er im Herbst 1852 einem Rufe als ord. Professor nach Heidelberg folgte. Seit 1856 wirkte er als Professor der mediz. Klinik und speziellen Pathologie mit dem Titel Geh. Hofrat zu Göttingen und zog sich von da 1879 nach Hameln zurück. H.s Hauptwerke sind: «Anatom. Beschreibung der Krankheiten der Cirkulations- und Respirationsorganer (Lpz. 1841), die ins Englische und Holländische übersetzt wurde, und Die Krankheiten des Nervenapparatso (Erlangen 1855; 2. Aufl. 1868), welches Werk den vierten Band von Virchows „Handbuch der Pathologie und Therapiey ausmacht.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 889Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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