Hayden (Ferd. Vandeveer), amerik. Geolog, geb. 7. Sept. 1829 zu Westfield in Massachusetts, wanderte früh nach Ohio aus, studierte auf der Oberlin-Universität und promovierte 1853 als Arzt im mediz. College zu Albany in Neuyork. Im Frühjahr 1853 machte er eine Entdeckungsreise nach den Bad Lands (Terres mauvaises) des damals noch unerforschten Territoriums Dakota, fand dort die Knochenreste einer ausgestorbenen Tierwelt und kehrte mit einer reichen Sammlung von fossilen Wirbeltieren zurück. Im nächsten Frühling (1854) unternahm er eine zweite Reise an den obern Missouri, zu der er zwei Jahre brauchte, und brachte eine noch wertvollere Sammlung von Fossilien heim. Er wurde dann zum Geologen der unter Führung des Lieutenants Warren nach dem Nordwesten unternommenen Entdeckungsreise ernannt und blieb bis Bas J. 1861 bei ihm. H. trat beim Ausbruch des Bürgerkriegs als Arzt in die Armee und nahm 1865 an der Universität von Pennsylvanien eine Professur der Geologie und Mineralogie an, welche er 1872 niederlegte. Auch eine dritte Reise, welche er während dieser Zeit (1866) im Auftrag der Pennsylvanischen Akademie der Wissenschaften an den obern Missouri unternahm, war äußerst erfolgreich. Die Regierung der Vereinigten Staaten hatte ihn 1867 zum Chef der geolog. Aufnahme der westl. Territorien ernannt, über welche H. sieben ausführliche Berichte veröffentlichte.