Hecker (Justus Friedr. Karl), namhafter Arzt und mediz. Geschichtsforscher, geb. 5. Jan. 1795 als Sohn des gleichfalls um die Geschichte der Medizin verdienten Professors August Friedrich H. (geb. 1763, gest. 1811), wirkte als Professor der Medizin an der Universität zu Berlin und hat sich durch eine Reihe von klassischen Schriften über die großen Volksseuchen des Mittelalters unvergängliche Verdienste um die histor. Pathologie erworben. Er starb 11. Mai 1850. Seine Hauptwerke sind: „Geschichte der Heilkunde 9 (2 Bde., Berl. 1822, 1829), «Der schwarze Tod im 14. Jahrh. » (Berl. 1832), «Die Tanzwut, eine Volkskrankheit im Mittelaltero (Berl. 1832), „Der Englische Schweiß, ein ärztlicher Beitrag zur Geschichte des 15. und 16. Jahrh.» (Berl. 1834), De peste Antoniniana commentatioo (Berl. 1835), «Geschichte der neuern Heilkunde » (Berl. 1839)/ „Kinderfahrten, eine historisch-patholog. Skizzey (Berl. 1845). H.s Schriften über die Volksseuchen des Mittelalters hat A. Hirsch neu herausgegeben unter dem Titel «Hecker, die Volkskrankheiten des Mittelalterso (Berl. 1865).