Leotychides, König von Sparta, erlangte die Krone nur dur eine Intrigue, durch die er in Verbindung mit Kleomenes I. den Sturz seines Vetters Demaratos herbeiführte (491 v. Chr.). Als Anführer der griech. Flotte erkämpfte er 479 v. Chr. den glomeichen Sieg bei Mykale. Als er aber einige Zeit nachher auf einem Feldzuge (476 v. Chr.) gegen die +2 Aleuaden sich durch Bestechung bestimmen ließ, seine Erfolge nicht auszunutzen, wurde er 475 in Sparta als Verräter entthront und mußte ins Exil nach Tegea wandern, wo er 469/468 v. Chr. starb. Nach seinem Tode wurde sein Enkel Archidamos König.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 14Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei