FeedLeonidas I.
GeschichteBrockhaus 1882

Leonidas I., König von Sparta, Sohn des Anaxandridas, bestieg nach dem Tode seines Stiefbruders Kleomenes I. (s. d.) 488 oder 487 v. Chr. den Thron und führte, als der Perserkönig Xerxes gegen Griechenland heranrückte, 300 Spartaner und ungefähr 7000 Mann andere griech. Hopliten im Sommer 480 v. Chr. nach Thermopylä (s. d.), um diesen Engpaß mit geschickter Benutzung der Ortlichkeit solange als möglich zu verteidigen. Xerxes ließ zwei Tage hindurch vergebens stürmen. Aber der verräterische Ephialtes von Trachis führte nun in der Nacht eine Schar Perser über die Gebirge auf der Anopäa, einem Fußpfade, der von den im Schlafe überraschten Phokern, die ihn auf Geheiß des L. bewachen sollten, geräumt ward. Damit war L. umgangen. Nun schickte dieser die meisten seiner Krieger sofort in das Innere zurück und warf sich zur Deckung ihres Rückzugs selbst mit den 300 Spartanern, 700 Thespiern und 400 Thebanern der von beiden Seiten andringenden pers. Übermacht entgegen, bis und die Seinen mit ihren Leichnamen den Kampfplatz deckten (in der zweiten Hälfte des August 480).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 7Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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