Gordins, ein mehrfach vorkommender Name in der alten, mit dem 6. Jahrh. v. Chr. zu Ende gehenden Dynastie der Landeskönige von Phrygien. Den ersten König dieses Namens, der an der Spitze der Dynastie steht, ließ die einheimische Sage durch die Gunst der Gottheit aus der Lage eines schlichten Bauersmanns zur Herrschaft gelangen. G.gründete an der Mündung des Skopos in der Sangarios die Stadt Gordium, weihte seinen Ochsenwagen in den Tempel des Zeus, und soll den berühmten Schicksalsknoten aus Bast von Hartriegel um Joch und Deichsel des Wagens geschlungen haben. Als seinen Sohn kennt die Sage den goldreichen Midas. Ein zweiter G. im 8. Jahrh. v. Chr. starb 738 v. Chr.;, 938 folgte ein zweiter Midas. Mit des letztern Nachkommen G. und dessen Sohn Adrastos erlosch die Dynastie im 6. Jahrh.