FeedLesueur (Jean Frangois)
MusikBrockhaus 1882

Lesueur (Jean Frangois), franz. Komponist, ein Nachkomme des vorigen, geb. 15. Febr. 1760 zu Drucat-Plessiel bei Abbeville, erhielt den ersten Musikunterricht als Chorknabe an den Kathedralen von Abbeville und Amiens und hatte bis 1788 in Dijon, Tours und andern Orten kirchliche Amter inne, bis er in Paris der Bühne sich zuwandte, wo 1793 auf dem Théätre Feydeau seine Oper La cavernen mit großem Erfolg zur Aufführung kam. Dieser folgten mit geringerm Glück 1794 «Paul et Virginien und 1796 «Télémaque o. Inzwischen war das Konservatorium errichtet worden, und L. trat bei demselben als einer der Inspektoren ein, arbeitete auch 1795 mit Mehul, Langlé, Gossee und Catel die «Principes élémentaires de musiquey und die 4Solfégeso für die Anstalt aus. Infolge von Streitigkeiten, die 1801 im Schoße des Konservatoriums ausbrachen, verlor L. 1802 seine Stellung, wurde aber April 1804 von Napoleon als Nachfolger Paesiellos zu seinem Kapellmeister ernannt. L. brachte nun seine Oper Les bardeso in der Großen Oper zur Aufführung und erzielte damit einen glänzenden Erfolg. Auch komponierte er eine Messe und ein Tedeum zur Krönung des Kaisers. Sehr kühl dagegen wurde die 1809 aufgeführte Oper La mort d'Adamo aufgenommen. Nach der Restauration wurde L. Unterintendant der königl. Kapelle und erhielt 1817 an dem neuorganisierten Konservatorium eine Professur der Komposition. Er starb zu Chaillot 6. Okt. 1837. „Lesung, nach parlamentar. Sprachgebrauch soviel wie Beratung einer Gesetzesvorlage, eines Antrags; im Deutschen Reichstage haben stets drei L. stattzufinden, bevor die Entscheidung erfolgt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 30Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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