Leuthen, Dorf mit 863 E. in Niederschlesien,‚ spotteten 6 15 km westlich von Breslau, berühmt durch die amten, gegen 5. Dez. 1757 von Friedrich d. Gr. gegen den Prin⸗ Vor dem zen Karl von Lothringen gewonnene Schlacht ließ der Kö bei Leuthen. Nach dem Siege von Roßbach Wedel mit. (5. Nov. 1757) eilte der König nach Schlesien, um liegenden? den Osterreichern Einhalt zu thun. Unterwegs er⸗ rechten Flü fuhr er den Fall von Schweidnitz (11. Nov.), die nahm die Niederlage des Herzogs von Bevern bei Breslau mittage, (23. Nov.), die übergabe dieser Festung (24. Nov.) seine Linle und daß die Osterreicher mit 92000 Mann (davon Prinz Kart 34 000 Reiter) und 200 Geschützen unter den Kanonen wenigstens Breslaus ein stark befestigtes Lager bezogen hatten. Truppen Des Königs Entschluß, den Feind anzugreifen, hier, eine rch noch mehr befestigt. In Parchwitz gelangt, führte ihm Hieten dis Trümmer schen Korps zu; er marschierte hierauf seiner nunmehr auf 33 000 Mann (da-Reiter) mit 167 Geschützen angewachdem Feinde entgegen. In Neumarkt daß der Prinz Karl, um den Krieg mit age zu beendigen, seine feste Stellung verlassen habe und ihm entgegenrücke. schierte der König weiter, warf den Ge3, der mit fünf Kavallerieregimentern tand, zurück und erblickte nun die feindng, welche sich lang ausgedehnt, L. vor von Nippern (Lucchesi) über Frobelwitz Sagschütz zog, die Weistritz den linken Flügel zurückgebogen und schwere Batterie verstärkt. Des Königs schnell gefaßt. Er marschierte treffeneöffneter Zugkolonne rechts ab, an der Fronte vorüber; die österr. Generale „Potsdamer Wachtparadev) und glaub1 Dauns Warnung, an keinen Angriff. linken feindlichen Flügel angekommen, znig einschwenken und durch den General neun Batterien als Vortreffen die vor-Dörfer angreifen. Seine Kavallerie des igels brach vor, die Infanterie folgte und Höhe von Sagschütz gegen 1 Uhr nach- und bald war der Feind überflügelt und e gänzlich geschlagen. ler Ant wollte [von Lothringen mit aller Anstrengung 3das Centrum bei L. behaupten. Die Nädasdys und Dauns sammelten sich große Batterie wurde hinter dem Dorfe aufgefahren und dieses stark besetzt. Der König ließ seine Infanterie staffelweise vom rechten Flügel vorgehen, wodurch der linke zurückgehalten und die sog. schräge Schlachtordnung lähnlich der des Epaminondas) gebildet wurde. L. wurde von den nach und nach in das Feuer rückenden Bataillonen angegriffen und nach halbstündigem blutigen Kampfe erobert. Der linke Flügel war unterdessen im Nachrücken geblieben, die österr. Kavallerie rechten Flügels unter Lucchesi griff 4 Uhr nachmittags an, wurde aber von der preußischen unter Driesen vollständig geworfen; Luechesi fand seinen Tod, und die österr. Infanterie löste sich in wilder Flucht auf. Der König setzte sich selbst an die Spitze der Verfolgung und geriet dabei auf dem Schlosse zu Lissa fast ohne Begleitung unter den österr. Armeestab. Die siegreiche Armee lagerte auf dem Schlachtfelde, ein Grenadier stimmte Nun danket alle Gottli an, was darauf vom ganzen Heere gesungen wurde. Die Ergebnisse dieses Siegs waren 21500 Gefangene, worunter 307 Offiziere, 134 Kanonen, 4000 Wagen und 59 Fahnen, die fast gänzliche Auflösung der österr. Armee und die Wiedereroberung ganz Schlesiens, mit Ausnahme von Schweidnitz. Im Sept. 1854 wurde auf dem Schlachtfelde eine Granitsäule mit einer Victoria aufgestellt. Vgl. A. Müller, «Die Schlacht bei L.5 (Berl. 1857); Kutzen, „Gedenktage deutscher Geschichter (2. Aufl., Bd. 2, Bresl. 1860).