Lexikon (grch.) nannten die Alten im allgemeinen jedes Wörterbuch, dergleichen zuerst von den Griechen teils zur Erklärung alter und seltener oder sinnverwandter Wörter, z. B. von Hesychius, Pollux, Suidas und Ammonius, teils zur Erläuterung einzelner Schriftsteller oder ganzer Klassen derselben, z. B. des Homer vom Sophisten Apollonius, des Hippokrates von Erotianus, des Plato von Timäus, der Redner von Harpokration, teils endlich zur Unterscheidung der Ausdrücke des attischen und gemeinen Dialekts, z. B. von Herodianus, Möris u. a., verfaßt wurden. (S. Wörterbuch.) Die Lehre oder Wissenschaft von der gehörigen Zusammenstellung des Sprachschatzes heißt daher Lexikologie, die übersicht der litterarischen Erscheinungen auf diesem Felde aber Lexikographie. (S. Eneyklopädie.)