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ErdkundeBrockhaus 1882

Libau, lett. Leepaja, Stadt im russ. Gouvernement Kurland, liegt auf einer schmalen, sandigen Nehrung zwischen der Ostsee und dem Kleinen oder Libauschen See, Station der Eisenbahn L.⸗Koschedary, hat zwei luth., eine griech. und eine kath. Kirche, zwei Synagogen, eine Navigationsschule, ein Gymnasium, Realschule, Waisenhaus, zwei Armenhäuser und größtenteils hölzerne Häuser und zählt (1885) 27418 CE. Der im Zunehmen begriffene Handel der Stadt wird begünstigt durch den guten, immer eisfreien Hafen mit zwei Leuchttürmen. Hauptartikel der Ausfuhr sind Getreide, Erbsen, Samen, Flachs, Hanf, Holz namentlich zum Schiffbau, Häute, Lumpen und Knochen. Die Schültswerften der Stadt haben großen Ruf. Auch als Seebad ist L. neuerdings viel besucht. L. hat Dampfschiffverbindung mit Riga, Königsberg und Lübeck.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 51Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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