FeedLichtenberg
GeschichteBrockhaus 1882

Lichtenberg, ehemaliges Fürstentum auf dem linken Rheinufer an der Nahe und Blies, zwischen der bayr. Rheinpfalz, dem hess.⸗homburg. Amte Meisenheim, dem oldenburg. Fürstentum Birkenfeld und der preuß. Rheinprovinz, früher die Herrschaft Baumholder genannt, wurde infolge des Wiener Kongresses 1816 von Preußen an den Herzog von Sachsen-Coburg abgetreten, der das Ländchen 5. März 1819 zu einem Fürstentum erhob, das er nach der alten pfälz. Burg Lichtenberg benannte. Die Julirevolution von 1830 und die Bewegungen in Rheinbayern veranlaßten in L. seit 1831 Unruhen, welche den Herzog veranlaßten, L. durch den Vertrag vom 31. Mai 1834, ratifiziert von Gotha 8., von Preußen 26. Juni 1834, mit allen Souveränetätsrechten gegen eine jährliche Rente von 520000 Mark wieder an Preußen abzutreten. Die lübergabe erfolgte 15. Aug. 1834; im folgenden 940 wurde es dem Regierungsbezirk Trier einverleibt und bildet seitdem den Kreis Sankt-Wendel mit 537,25 akm und (1880) 45 685 E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 57Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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