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GeschichteBrockhaus 1882

Mark, eine vormalige Grafschaft von etwa 2200 àkm im ehemaligen Westfälischen Kreise, welche gegen N. vom Fürstentum Münster, gegen O. vom Herzogtum Westfalen und gegen S. und W. vom Herzogtum Berg begrenzt wurde und jetzt die Kreise Hamm, Soest, Dortmund, Iserlohn, Bochum, Altena und Hagen des Regierungsbezirks Arnsberg der preuß. Provinz Westfalen bildet, wird durch die Ruhr in den Hellweg, den größern, nördlichen, und in das Sauerland, den kleinern, südl. Teil geteilt. Jener ist äußerst fruchtbar und hat viele Eisenerze und sehr gute Steinkohlen, welche letztern bei der Metallwaren aller Art liefernden Industrie, namentlich im Sauerlande, den Holzmangel ersetzen. Die Grafschaft war in frühester Zeit ein Teil von Westfalen, gehörte seit dem Ende des 12. Jahrh. den Grafen von M., kam im 14. Jahrh. an die Grafen von Kleve und fiel nach langen Streitigkeiten 1666 aus der Jülichschen Erbschaft an das Haus Brandenburg. Im Tilsiter Frieden 1807 wurde sie zum Großherzogtum Berg geschlagen und machte den beträchtlichsten Teil des Departements aus, bis sie 1813 von Preußen wieder in Besitz genommen wurde. Unweit Hamm liegt das Haus Mark in dem Dorfe gleichen Ramens, das alte Schloß der Grafen von der M. Vgl. Natorp, „Die Grafschaft M.» (Iserl. w1859.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 462Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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