FeedLichtenberg
ErdkundeBrockhaus 1882

Lichtenberg, Dorf im Kreise Zabern des elsaßlothring. Bezirks Unter-Elsaß, 29 EKm im NNO. von Zabern, in den Vogesen belegen, zählt (1880) 1045 E. Das jetzt als Festung aufgegebene, nahe beim Dorfe L. befindliche Fort Lichtenberg, erbaut 1286 an Stelle einer von dem metzer Bischof zerstörten Burg durch den Bischof von Straßburg, Konrad von Lichtenberg, kapitulierte 10. Aug. 1870 nach zweitägiger Beschießung an die Deutschen. Die Grafschaft Lichtenberg gehörte vom 13. Jahrh. an den Grafen von L., nach deren Aussterben (1480) teils den Grafen von Hanau, teils den Pfalzgrafen von Zweibrücken-Bitsch, seit 1570 durch Vermählung der Erbtochter von Zweibrücken mit dem Grafen Mr V. von Hanau-L., der in der Grafschaft die Reformation einführte, ungeteilt den Grafen von Hanau-L. und seit dem Tode des letzten dieser Grafen, Johann Reinhard (1736), dem Hause Hessen-Darmstadt, welches die Grafschaft 1789 an Frankreich verlor. Vgl. Spach, «Die Grafschaft Hanau-L.„ (Straßb. 1859); Lehmann, Urkundliche Geschichte der Grafschaft Hanau-⸗L. v (2 Bde., Mannh. 1862—64).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 58Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 7

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6