Liebenstein, Dorf im Herzogtum Sachsen-Meiningen (Amtsbezirk Salzungen), in einer der schönsten Gegenden des Thüringerwaldes, 6 Em nordöstlich von der Station Immelborn der Werrabahn, am Südabhang des Inselbergs 325 müber dem Meere, mit (1880) 1153 C. und drei Mineralquellen, von denen die älteste, ein stark erdig-salinisches Eisenwasser, schon 1602 unter Herzog Johann Kasimir von Sachsen-Coburg gefaßt wurde. Eine Be-I die Quelle erst, als der Ort 1800 in den Besitz des Herzogs Georg von Sachsen-Mei⸗ . kam, der den Grund zur jetzigen Gestaltung des Bades legte. Zwei andere, an Kohlensäure reiche erdig-salinische Eisenquellen wurden 1846 und 1866 aufgefunden. Das Wasser wird getrunken und zu Bädern verwendet. Eine Wasserheilanstalt wurde 1840, eine Molkenkuranstalt 1846 gegründet. Das Badehaus bietet außer den Stahlbädern auch Sol⸗ und Eisensol⸗ sowie Fichtennadelbäder. Seit 1872 ist das Bad im Besitz einer Aktiengesellschaft. über dem Dorf liegen die Ruinen der 1577 zerstörten Burg L. Vgl. Brückner, «Histor. Skizze von Burg und Bad L.v (Meining. 1872).