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ErdkundeBrockhaus 1882

Lika, adriatischer Küstenfluß, entspringt im kroat. Karstgebiete bei Kuklicz und stürzt zwischen Liwopolje und Kosszin in einen Erdtrichter, den die L. zuweilen ganz ausfüllt und dann einen See von über 60 m Tiefe bildet. Ihren weitern Lauf nimmt die L. unterirdisch und mündet submarin in den Morlakkenkanal. Das Likathal ist ein Plateau zwischen dem Velebit, der Vrbackastaza und den Ausläufern der Pliesevica, liegt über 560 m hoch und zeichnet sich durch seine ungewöhnliche Kahlheit und Ode aus. Dieses Plateau bildete den Mittelpunkt des ehemaligen Likaer Grenzregiments, das ein selbständiges Territorium von 234 qkm mit 84000 E. bildete. Im J. 1871 wurde das Regiment aufgelöst und 1873 mit dem Gebiet von Otokac zu dem Civildistrikt Lika-Otosac Kroatiens vereinigt, welcher auf 5945 qkm (1880) 151045 E. zählt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 74Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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