Louisdor (frz., d. i. Gold-Ludwig), eine seit Ludwig (Louis) XIII. in Frankreich üblich gewesene Goldmünze, welche ihren Ursprung dem Unwesen, das Gold zu verfälschen, zu beschneiden u. s. w., verdankt. Die kursierenden Goldmünzen wurden damals eingewechselt und dagegen eine geränderte Goldmünze mit des Königs Brustbild ausgegeben. Ursprünglich trug der Revers ein aus vier oder acht Lilien zusammengesetztes Kreuz, unter Ludwig XV. aber meist ovale Schilde und seit Ludwig XVI. eckige Schilde. Die Münzen der beiden letztern Könige nennt man daher auch Schildlouisdor. Die L. Ludwigs XVI., welche im Revers die Schilde mit den Lilien und den Ketten von Navarra führen, nennt man gewöhnlich Louis neufs (neue L.). Von allen diesen Sorten gab es auch doppelte Stücke, doubles Louis oder Doublons, von einigen zugleich halbe, unter Ludwig XIII. auch 1½ fache. Die vier⸗, sechs⸗, acht- und zehnfachen L. dagegen sind als Medaillen zu betrachten. Auch führen einzelne L. Ludwigs XV. noch besondere Namen. Dahin gehören der de Noailles, welcher während der Minderjährigkeit des Königs vom Herzog von Noailles, dem Finanzdirektor, ausgeprägt wurde; ferner der 1723—26 geprägte Mirleton oder Mirliton, so genannt von der Farbe, welche der einer Pfirsichart ganz gleich gehalten wurde; der Chevalier oder das Malteserkreuz (croix de Malte), das von dem Kreuze des durch Ludwig XIV. 1693 gestifteten Ludwig-Ordens den Namen hat; der L. L. (Louis aux deux L.). Die Sonnenlouisdor (Louis au soleil) sind eine unter Ludwig XIV. geprägte Sorte. Der Wert des einfachen L. der verschiedenen Sorten ging von 9,2516 (L. von 1719 zu 15 Livres, daher Quinzain d'or genannt) bis zu 30,5085 deutschen Mark (de Noailles 1716—18). Seit 1803 traten mit der neuen Frankenwährung an die Stelle der frühern Goldmünzen zunächst die 20⸗ und 40-Frankenstücke. In Deutschland bezeichnete man sonst mit L. unpassend die sämtlichen verschiedenen frühern deutschen und dän. Pistolensorten oder goldenen Fünfthalerstücke. (S. unter Pistole.) Lonise, s. Luise. Lonifiade oder Massiminseln, seit Jan. 1885 britisch, ein Archipel von kleinen Inseln und Korallenriffen vor dem Südostende Neuguineas, deren Gesamtareal zu 2200 àkm geschätzt wird. Torres sah dieselben 1606 zuerst, hielt sie aber für einen Teil Neuguineas. Daß sie einen besondern Archipel bilden, entschied erst Owen Stanley 1848. Die beiden größten Inseln sind die Südostinsel, 990 akm, und Rossel, 770 akm. Die Bewohner, die als wild, mißtrauisch und diebisch gelten, sind Papuas und gleichen den Eingeborenen aufNeuguinea.