Linhart (Wenzel von), namhafter Chirurg, geb. 6. Juni 1821 zu Seelowitz in Mähren, erlangte seine wissenschaftliche und praktische Ausbildung zu Wien als Schüler von Wattmanns und Dumreichers. Nachdem er eine Reihe von Jahren klinischer Assistent und Privatdocent in Wien gewesen war, wurde er 1856 als Professor der Chirurgie nach Würzburg berufen, woselbst er bis zu seinem am 22. Okt. 1877 erfolgten Tod wirkte. Er hatte sich nicht allein als Praktiker, sondern auch als Lehrer einen großen Ruf erworben. Die Wissenschaft verdankt ihm außer einer Anzahl kleinerer Schriften, welche sich besonders mit chirurgischer Anatomie, mit der Lehre von den Knochenbrüchen und Verrenkungen, mit der Lehre von den Unterleibsbrüchen und mit der Operationstechnik beschäftigen, ein vorzügliches Kompendium der chirurgischen Operationslehre (4. Aufl., Wien 1874).