FeedLionne (Hugues de)
GeschichteBrockhaus 1882

Lionne (Hugues de), Marquis von Berri, franz. Staatsmann, geb. 1611 zu Grenoble, ging 16366 nach Rom, wo er Mazarins Vertrauen erwarb, begleitete diesen 1641 auf den Kongreß zu Münster und kehrte mit ihm, als Ludwig XIII. starb, nach Paris zurück, um nun rasch emporzusteigen. Im J. 1654 besuchte er als außerordentlicher Gesandter i die ital. Höfe, war bei dem Conclave, das Alexan⸗( der VII. wählte (1655) und die Intriguen des Kardi-e nals Retz durchkreuzte, und verhandelte 1658 in Ma-Id drid über den Frieden. Da er hier scheiterte, ging er nach Frankfurt zur Schaffung des Rheinbundes gelegentlich der Kaiserwahl. Hierdurch und durch Turennes Siege ward Spanien zum Pyrenäischen rieden getrieben, an dem L. wieder mitarbeitete. eit 1659 Staatsminister, lenkte er nach Mazarins Tode die auswärtigen Angelegenheiten Frankreichs. Die großen Erfolge Ludwigs XIV. gegen England, Rom, Holland, Spanien, die deutschen Mächte waren wesentlich sein Werk. Er starb 1. Sept. 1671.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 99Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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