FeedLomnitzer Spitze
BaukunstBrockhaus 1882

Lomnitzer Spitze, zweitbedeutendste Höhe der Centralkarpaten oder der Hohen Tatra, 2635 m, die in ihren obern Teilen ganz kahl ist. Das herrschende Gestein ist der Granit bis zur höchsten Spitze. Derselbe zeigt hier eine unverkennbare Schichtungmit deutlichem Parallelismus der Schichten, der besonders dort hervortritt, wo der Fels einen auf die Schichtung senkrechten Abbruch bildet; die einzelnen Schichten haben oft eine Dicke von Im und folgen kontinuierlich aufeinander, wodurch dieser Gneisgranit ein blätteriges Ansehen erhält. Die Lomnitzer Spitze wird von Touristen viel bestiegen. Die Oberfläche des Gipfels ist beschränkt und bietet höchstens zwölf Personen Platz zum Stehen. Die Lomnitzer Spitze war ehedem doppelgipfelig, 1662 stürzte aber infolge Erdbebens die höhere Spitze herab. Ihre Felsentrümmer erfüllen jetzt das nahe romantische Kohlbacherthal.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 163Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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