Lomsha (poln. Lomza), russ. Gouvernement im nordöstl. Teile Polens, wird im N. von der Provinz Ostpreußen begrenzt, im NO. vom Gouvernement Suwalki, im O. von Grodno, im S. von Warschau und Siedlee, im W. von Plock, und nimmt ein Areal von 12087 qkm mit (1881) 538588 E. ein. Der Boden des Landes bildet eine Fläche, die von niedrigen Hügelreihen in der Richtung von SO. nach NW. durchzogen wird. In den Niederungen zwischen den welligen Erhebungen des Terrains finden sich zählreiche Sümpfe und kleine Seen, während die Höhen mit schönen Wäldern bedeckt sindund angebautes Land bilden. Die Hauptflüsse des Gouvernements sind der westliche Bug als Grenze gegen Warschau und Siedlee) und der Narew. Die Bewohner beschäftigen sich meist mit der Landwirtschaft und verwerten die Wälder. L. zerfällt in acht Kreise. Die Gouvernementsstadt Lomsha, links am Narew, mit (1882) 15000 E., darunter viele Juden, ist umgeben von Ruinen, da sie Relre eine der größten Städte Polens war, wo der Reichstag gehalten wurde. L. betreibt einen bedeutenden Handel mit Getreide, Holz, Teer und Pech.