Lothar, König von Frankreich, geb. 941, wurde von seinem Vater Ludwig IV. schon 951 zum Mitregenten angenommen und nach dem Tode desselben (10. Sept. 954) gekrönt. Anfangs unter der Vormundschaft Hugos d. Gr. (s. d.), dann seiner Mutter Gerberga, einer Tochter Heinrichs I. von Deutschland, übernahm er 960 selbst die Regierung, welche bei seiner Ohnmacht ler besaß fast nur noch Laon) höchst kläglich verlief. L.s Versuch, Niederlothringen 978 den Deutschen zu entreißen, veranlaßte Otto II. zu einem verheerenden Einfall in Frankreich. L. starb 2. März 986, wie es hieß, von seiner Gemahlin Emma, einer Tochter der Kaiserin Adelheid aus erster Ehe, vergiftet, und mit seinem Sohne Ludwig V. erlosch 987 das Haus der Karolinger (s. d.) auch in Frankreich. othar, König von Italien, von seinem Vater Hugo (s. d.) 931 zum Mitregenten angenommen, blieb, als derselbe 946 von Berengar II. vertrieben wurde, dem Namen nach König, während letzterer die wirkliche Regierung führte, bis L. im Nov. 950 starb, angeblich vergiftet. Seine Witwe Adelheid, Tochter Rudolfs II. von Burgund, wurde später die Gattin Ottos I., seine Tochter Emma heiratete 966 Lothar von Frankreich.