Hugo Capet, Stifter des capetingischen Königs— hauses, Graf von Paris und Herzog von Francien eit 956, Sohn des vorigen, begnügte sich wie sein Vater zunächst damit, der Mächtigste in Frankreich zu sein, und überließ die Krone dem karolingischen Schattenkönig Lothar. Als aber Lothar 986 und dessen Sohn Ludwig V. kinderlos 21. Mai 987 starb, ließ H. sich zum König ausrufen und 3. Juli in Rheims krönen. Zwar war noch ein Bruder Lothars übrig, Karl, dem Kaiser Otto II. das Herzogtum Niederlothringen 977 verliehen hatte. Karl eroberte Laon und sogar Rheims, wurde in letzterer Stadt aber von H. belagert und 990 zur Ergebung gezwungen und starb in der Gefangenschaft 991. Von Karls Weliche begnügte sich der ältere, Otto, mit dem väterlichen Herzogtum, zwei andere flüchteten nach Deutschland. So wurde H.8 Königtum nicht weiter bestritten. Schwierigkeiten erwuchsen ihm nur dadurch, daß er den Erzbis of von Rheims, Arnulf, der als unehelicher Sohn Lothars seinen Oheim Karl unterstützt hatte, gefangen nahm. Er ließ ihn durch eine Synode 991 absetzen und den berühmten Gerbert erwählen; beides aber wurde vom Papste nicht anerkannt. H. starb 24. Okt. 997; ihm folgte sein schon 988 zum Nachfolger gekrönter Sohn Robert. Vgl. von Kalckstein, «Frankreich unter den ersten Capetingern» (Lpz. 1877). (S. Capetinger.)