FeedLott (Franz Karl)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Lott (Franz Karl), verdienter Philosoph und Schulmann, geb. 28. Jan. 1807 zu Wien, studierte in Göttingen Philosophie, habilitierte sich daselbst 1842 als Privatdocent und wurde 1848 außerord. Professor. In gleicher Eigenschaft wurde er 1849 nach Wien berufen, wo er 1857 ord. Professor und 1864 Mitglied des Unterrichtsrats wurde. Er trat 1872 in den Ruhestand und starb 15. Febr. 1874 zu Görz. L. gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Herbartschen Schule, innerhalb deren er eine theistischmonadologische Wendung bezeichnet; er hat jedoch außer den Schriften De animi immortalitates (Gött. 1842) und «Zur Logiks (Gött. 1845) nur Aufsätze in Zeitschriften veröffentlicht. Seine «Kritik der Herbartschen Ethiks (Wien 1874) erschien nach seinem Tode. Vgl. Vogt, „Franz Karl L. (Wien 1874).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 191Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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