Ludwigsorden, der Name von vier Orden: ) In Bayern, vom König Ludwig I. 25. Aug. 1827 als Belohnung fünfzigjähriger Dienste gestiftet, besteht für Offiziere und Beamte, die Ratsrang haben, in einem goldenen, von der Königskrone überdeckten Kreuze, welches auf weiß emailliertem Grunde das goldene Brustbild des Stifters und auf den vier Armen die Inschrift Ludwig König von Bayern» zeigt. Für Mitglieder niedern Ranges besteht eine goldene Ehrenmünze mit Brustbild und Inschrift. Das Band ist karmoisinrot mit himmelblauer Einfassung. 2) Im Großherzogtum Hessen, vom Großherzog Ludwig II. 14. Dez. 1831 gestiftet, zerfällt in Großkreuze, Kommandeure 1. und 2. Klasse und Ritter 1. und 2. Klasse. Das Ordenszeichen besteht in einem gekrönten schwarz emaillierten, rot geränderten achtspitzigen Kreuze, in dessen Mitte ein runder roter Schild den Buchstaben Lund auf weißer Umfassung die Worte Für Verdienster trägt. Das Band ist schwarz mit roter Einfassungg. 3) In Frankreich stiftete Ludwig XIV. im April 1693 den Orden des heil. Ludwig für das Militär, welchen Ludwig XV. 1719 bestätigte. Der Orden bestand in einem achtspitzigen weißen Kreuz, in dessen Winkeln goldene Lilien sich befanden und in dessen Mitte ein rundes Schild das Bild des heil. Ludwig zeigte. Das Band war ponceaufarbig. Durch die Revolution unterdrückt, wurde der L. 30. Mai 1816 wieder aufgerichtet, erlosch aber 1830. 4) Im Herzogtum Parma, Verdienstorden vom heil. Ludwig, von Karl II., damals Herzog von Lucca, 22. Dez. 1836 für Civilverdienst gestiftet, bestand in einem Lilienkreuz, in dessen Mitte das Bildnis des heil. Ludwig sich befand. Das Band war hellblau mit gelben Streifen.