Loyson (Charles), berühmter franz. Kanzelredner, s. Hyacinthe (Pater). Lozere, ein Departement in sches das vormalige Ländchen Gevaudan, sowie Teile von Velay und der Diöcese Uzes ue der Ceseinen Namen von dem zur Centralmasse der Cevennen gehörigen Lozeregebirge, welches dasselbe im Osten und Südosten erfüllt und zwischen den Quellen des Lot und Tarn in der schon den Alten unter dem Namen Lesora bekannten Lozere im Mittel 1390 m, im granitischen Pie Crucinas 11719 m hoch aufsteigt. Ein durchgängig rauhes Gebirgsland von 1000 m mittlerer Höhe, zählt es auf 5169,8 km (1881) 143 565 E., darunter viele Reformierte. Von der Lozere zieht gegen Nordwesten die im Mont de Randon bis zu 1554 m aufstei⸗ „gende Montagne de la Margeride und im Westen erhebt sich die bis 1471 m hohe Montagne dAubrac, uwelche beide nach dem Hochlande von Auvergne uhinüberziehen. In hydrogr. Beziehung gehört der nordöstlichste Teil zum Loiregebiet, indem er von dem hier in einer Höhe von 1426 meentspringenden Allier und mehrern seiner Zuflüsse aunt Darnn wird; der bei weitem größte westl. Teil zum Bassin der Garonne, welcher der Tarn und der Lot zufließen. Die südöstl. Abdachung gehört zum Gebiet des Rhöne. Der Westen und Nordosten hat feuchtes, regnerisches Klima; weit trockener ist die Südostabdachung, wo sogar der Maulbeerbaum, der Weinstock und die Olive gedeihen. Die Berggelände haben aber nur wenige und kleine Getreidefelder, sodaß Kartoffeln, vorzüglich aber Kastanien, die Hauptnahrung des Landvolks bilden. Desto ausgedehnter sind die Wiesen und Weideflächen, daher viel Rindvieh, Maultiere und besonders Schafe gezogen werden. Der Hauptreichtum des Departements besteht in seinen Metallen; man beutet Silber und viel Blei aus, letzteres besonders in den Gruben zu Villefort, die auch Kupfer liefern. Unter den Mineralquellen sind die bekanntesten die des Dorfes Bagnols-les-Bains. Die Industrie ist gering. Das Departement zerfällt in die drei Arrondissements Mende, Florac und Marvejols mit 24 Kantons und hat zur Hauptstadt Mende (s. d.). Vgl. Joanne, «Géographie du dépar-⸗ tement de L.o (Par. 1882).