Lubomirski, angesehenes poln. Geschlecht, das von Kaiser Ferdinand III. 1647 in den deutscher Reichsfürstenstand erhoben wurde. Georg L. war Großmarschall und Feldhetman unter Johann Ka simir, blieb diesem zur Zeit des Schwedenkrieg; treu und trug neben Czarniecki wesentlich dazu bei daß die Schweden aus Polen vertrieben wurden Darauf errang er im Kriege gegen den Zaren Alexius 1660 einen großen Sieg über den russ. Feldherrn Scheremetjew bei Cudnowo in Volhynien. Später fiel er beim König in Ungnade, und als er 1664, vor den Reichstag gefordert, nicht erschien, wurden ihm Güter und Chren abgesprochen. Nun sammelte er ein Heer und besiegte 1665 bei Czenstochau und 1666 bei Montwy unweit Inowrazlaw die königl. Truppen. Zwar beugte er sich hierauf vor dem König, doch verließ er Polen und begab sich nach Breslau, wo er 1667 starb. — Sein Sohn, Stanislaw L., war Großmarschall unter Johann III. und starb 1702. Er schrieb eine große Anzahl poln. Gedichte, insbesondere religiösen Inhalts, auch ein schwunghaftes panegyr. Gedicht auf Johann III. und eine übersetzung von Guarinis Pastor fido (Thorn 1695). — Das Haus L. blüht noch reich begütert in Polen und Galizien in mehrern Zweigen.