Luftbad, ein Utensil des chem. Laboratoriums, das benutzt wird, um Substanzen in einem erwärmten Luftstrome höhern Temperaturen auszusetzen. Es besteht aus einem kupfernen, kastenförmigen Behälter, in welchem sich geeignete Vorrichtungen zur Aufnahme von Tiegeln, Schalen, Trichtern befinden. Die vordere Wand ist als Thür eingerichtet und im untern Teile mit einer offnung versehen, durch welche die Luft einströmen kann, während eine offnung in der obern Wand der Luft den Austritt gestattet. In einer in der obern Wand eingelöteten Tülle ist ein Thermometer befestigt, dessen Quecksilbergefäß in die Mitte des L. reicht. Die Erhitzung erfolgt durch eine kleine unter dem Kasten brennende Gasflamme. Manche Operationen erheischen eine genaue Innehaltung bestimmter Temperaturgrade; bei solchen verbindet man das L. mit einem Thermoregulator, welcher die Größe der heizenden Gasflamme automatisch regelt.