Aspirationssystem, s. Ventilation. Aspirator wird ein in chem. Laboratorien vielhich enutzter dushiron genannt, der entweder dazu ient, einen Luftstrom mit willkürlich * regelnder Geschwindigkeit durch ein mit demselben verbundenes Gefäß zu saugen oder in einem andern Apparat einen lUuntverbunnten Raum herzustellen. In seiner einfachsten Form besteht der A. aus einem geräumigen Blecheylinder, in dessen luftdicht schließenden Deckel eine Tubulatur angebracht ist, während sich am Boden ein Abflußhahn befindet. Wird der Cylinder mit Wasser gefüllt und die obere Tubulatur durch Schlauch- oder Röhrenverbindung mit dem Apparat, durch welchen man einen Luftstrom suf en will, in Kommunikation gesetzt und der Abußhahn geöffnet, so wird die Größe des eintretenden Luftvolumens und die Geschwindigkeit des Stroms durch die Menge des ausfließenden Wassers reguliert. Ist das Wasser abgelaufen, so ist der A. von neuem zu füllen. Um diezer Unbequemlichkeit überhoben zu sein, 0 von Ahrendt ein aus zwei untereinander verbundenen Gefäßen bestehender Doppelaspirator konstruiert, bei dem das eine saugende Ge⸗ — seinen Inhalt in das zweite ergießt; bei Enteerung des erstern wird der um seine Horizontal⸗ — drehbare Apparat um einen Winkel von 1807 edreht und somit das volle Gefäß wieder zum augenden gemacht; durch zweckentsprechend angebrachte Hähne ist für Regelung des Luft⸗ und Wasserstroms gesorgt. Wenn auch diese Tkonftunfür die Erzeugung eines mehr oder weniger konstanten Luftstroms sehr geeignet sind, so sind sie doch zur rauchs einer nennenswerten Luftverdünnung nicht brauchbar. de letzterm Zwecke bedient man sich der sog. Wasserluftpumpe von Bunsen, bei der das Gewicht eines fallenden Wasserstrahls auf den Inhalt des zu evakuierenden Gefäßes wirkt, die Wirkung des Apparats ist der Länge des Fallrohrs proportional; bei einer Länge von 10,33 m würde man absolute Leere erreichen, wenn die Tension des sich bildenden Wasserdampfes dem nicht entgegenwirkte. Sehr handlich und kräftig wirkend sind die von Gebrüder Körting in Hannover konstruierten A. (wie sie die nebenstehende Abbildung zeigt), bei welchen ein aus enger Düse F ausfließender Wasserstrom die aus dem Gefäß zu entfernende diet mit sich fortreißt; diese A. sind namentlich aus dem Grunde bequem, weil sie kein langes Fallrohr erfordern und sich an jedem Wasserhahn durch einfache Gummiverbindung anbringen lassen. Die nützlichste Verwendung finden letztere A. zur Beschleunigung der Filtration, indem man das zur n des Filtrats bestimmte 1e ba mit dem A. in Verbindung setzt und durch die darin erzeugte Luftverdünnung einen 2. enden Druck auf die im Filter enthaltene Flüssigkeit ausübt.