Lymphorrhagie oder Lymphorrhöe (grch.), der übermäßige Erguß von Lymphe, besonders aus Wunden. (geschwulst. Alexander L., geb. 17. Sept. 1834, zuletzt preuß. in Nordamerika, kam mit seinem Vater, einem talentvollen Maler, 1775 nach England, widmete sich auf der Universität zu Cambridge der Theologie, später aber dem Rechtsstudium und gewann dann als Sachwalter eine ausgebreitete Praxis. Im J. 1818 von der Stadt armonth ins Unterhaus gewählt, nahm er 1819 von der Regierung das Amt als Generalprokurator der Krone an. In dieser Eigenschaft mußte er im Oberhause gegen die Königin Karoline (s. d.) auftreten. Im J. 1823 stieg er zum Generalanwalt auf: 1826 erhielt er die Stelle des Chefs der Archive beim Kanzleihofe. In derselben Zeit wurde er auch von der Universität Cambridge zu ihrem Vertreter gewählt. Als Canning 1827 an die Spitze der Verwaltung trat, wurde L. zum Lordkanzler sowie zum Baron L. und Peer von England erhoben. Diese Stellung behielt er auch unter Goderichs und Wellingtons Verwaltung. Erst 1830, als die Whigs ans Ruder kamen, machte er Brougham Platz. Während des Kampfes um die Parlamentsreform war L. der eifrigste Wortführer der Hochtories, obwohl er es nicht verschmähte, von den Whigs den Posten eines Lord-Chief-Baron des Schatzkammergerichts anzunehmen. In dem Ministerium Peel-Wellington (Nov. 1834 bis April 1835) und unter Peel (Aug. 1841 bis Juli 1846) bekleidete er wieder das Kanzleramt. L. starb zu London 12. Okt. 1863. Vgl. Sir Theodore Martin, XLife of Lord L.v (2 Bde., Lond. 1884).