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GeschichteBrockhaus 1882

Judas Makkabi oder Makkabäus (d.i. Hamner), jüd. Heerführer, stammte aus dem Geschlecht er Hasmonäer und leitete nach dem Tode seines zaters, des Priesters Mattathias, den Befreiungsäampf der Juden gegen den syr. König Antiochus piphanes und dessen Nachfolger. Von dem J. 166 Chr. an schlug er die syr. Feldherren Gorgias, ysias und Nikanor in mehrern Schlachten und war ben, wie es heißt, im Begriff, mit den Römern in Bündnis abzuschließen, als ihn ein übermächtiges Heer der Syrer unter Bacchides zu einem neuen Kampfe nötigte, in welchem er (160 v. Chr.) sein Leben verlor. Der Bericht über seine Kriegsthaten im ersten Maklabäerbuche ist im ganzen geschichtlich treu, wenn auch im offiziellen Stile eines hasmonäischen Reichschronisten verfaßt:; der im weiten Buche, wo J. allein mit allen rer, überhauft wird, um die übrigen Glieder des Fürstenhauses in den Schatten zu stellen, ist nicht bloß sagenhaft, sondern auch durch tendenziöse Färbung beeinflußt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 902Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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