Maaßen (Karl Georg), preuß. Staatsmann, geb. 23. Aug. 1769 zu Kleve, besuchte das Gymnasium zu Wesel und studierte seit 1788 in Duisburg die Rechte. Er wurde 1792 in Kleve Referendar, 1795 Geh. Regierungsarchivar und 1799 zugleich Kriminalrat. Infolge der Auflösung der kleve⸗-märkischen Regierung kam er 1803 zur neuen Regierung nach Münster, 1804 als Kriegs⸗ und Domänenrat nach Hamm und, nachdem Preußen seine westfäl. Besitzungen verloren hatte, 1808 als Rat in das großherzoglich bergische Ministerium zu Düsseldorf. Schon im nächsten Jahre aber berief man ihn in Preußen zum Direktor der zweiten Abteilung der Regierung zu Potsdam. In Preußen wurde er 1816 Direktor der Generalverwaltung für Gewerbe und Handel, 1817 Wirklicher Geh. Oberfinanzrat und Mitglied des Staatsrats, 1818 Generalsteuerdirektor und nach Motz' Tode, der ihn selbst zu seinem Nachfolger vorgeschlagen hatte, 1830 Geh. Staats⸗ und Finanzminister. Als solcher erwarb er sich ein hohes Verdienst durch wesentlichen Anteil an der Zustandebringung des Deutschen Zollvereins. Er starb zu Berlin 2. Nov. 1834.