Magdalenerinnen (Magdalenen-Nonnen, Schwestern von der Buße der St. Magdalena) heißen die Mitglieder verschiedener Genossenschaften, welche gegen Ende des Mittelalters (seit etwa 1250) zur Rettung gefallener Mädchen zusammentraten. Als älteste Vereine dieser Art gelten das sog. Bergkloster oder Magdalenenstift zu Worms am Rhein und der Magdalenerinnenkonvent zu Metz. In neuerer Zeit sind auch protestantischerseits in Deutschland, England und Nordamerika Magdalenenstifte und Magdalenengesellschaften zur Besserung gefallener Mädchen gegründet worden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 326Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei