FeedMagenkrebs (Carcinoma ventriculi)
HeilkundeBrockhaus 1882

Magenkrebs (Carcinoma ventriculi), die krebsige Entartung der Magenhäute (s. Krebs), betrifft mit einer gewissen Vorliebe die Pförtnergegend des Magens und kommt am häufigsten zwischen dem 50. und 60. Lebensjahre, bei Männern häufiger als bei Frauen vor; über seine Ursachen ist durchaus nichts Sicheres bekannt. Die Dauer der ganzen Erkrankung kann sich, von den ersten Erscheinungen an gerechnet, auf mehrere Monate bis zu 1½ Jahren erstrecken. Unter den Symptomen des M. sind hartnäckige schwere gastrische Störungen, heftige brennende lancinierende Schmerzen in der Magengegend, Blutbrechen und schneller Kräfteverfall hervorzuheben, doch sind die angegebenen Symptome an sich so vieldeutig, daß der Laie aus ihnen durchaus nicht das Vorhandensein eines M. erschließen kann; dies vermag nur der sachkundige Arzt durch eine sorgfältige und öfters wiederholte physikalische Untersuchung der Magengegend. Innere Mittel vermögen den tödlichen Ausgang des M. nicht zu verhüten; in einigen seltenen Fällen, in denen die Krankheit frühzeitig genug erkannt wurde, ist es gelungen, dieselbe auf operativem Wege zu beseitigen. (S. Magenresektion.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 334Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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