FeedMagendouche
TechnikBrockhaus 1882

Magendouche, ein Apparat, bestehend aus einer Magensonde (s.d.) und einem mit dieser durch einen Kautschukschlauch in Verbindung stehenden Glastrichter oder Irrigator (s. d.), wird zum Ausspülen des Magens benutzt. Magenentzündung (Gastritis), die Entzündung der Magenschleimhaut. Die geringern Grade der M. pflegt man als Magenkatarrh (s. d.) zu bezeichnen; schwerere Grade, bei denen ein eiteriges oder kruppöses oder diphtheritisches Exsudat abgesetzt wird oder eine ausgedehnte Zerstörung der Magenwände erfolgt, sind verhältnismäßig selten und meist die Folge von Vergiftung mit ätzenden Alkalien, Mineralsäuren oder Metallsalzen. Derartige Fälle geben sich durch ungemein heftige Schmerzen in der Magengegend und dem Unterleibe, durch Erbrechen schleimiger und blutigschleimiger Massen, blutige Stuhlentleerungen, kleinen Puls, eisig kalte Hände und Füße und klebrigen kalten Schweiß zu erkennen und führen oft schon nach wenigen Stunden zum Tode; bei günstigem Verlauf bleiben häufig dauernde Störungen zurück. Die Behandlung erheischt die schleunigste Entfernung des betreffenden Giftes durch ein Brechmittel oder die Magenpumpe, Darreichen des entsprechenden Gegengiftes, die äußere und innere Anwendung der Kälte in Form von Eisbeuteln, Eispillen und Eiswasser und die Hebung der gesunkenen Herzthätigkeit durch belebende und erregende Mittel.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 331Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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