Magenresektion (Gastrectomia), die operative Entfernung krebsig entarteter Abschnitte der Magenwand, wurde zuerst von Billroth am Lebenden ausgeführt. Die überaus schwierige und gefahrvolle Operation besteht darin, daß zunächst durch einen Schnitt in der Magengegend die Bauchhöhle eröffnet und der mit dem entarteten Stück des Magens in Verbindung stehende Teil des Netzes durch sorgfältiges Unterbinden entfernt wird, worauf der Operateur den krebsigen Abschnitt fortnimmt und nun den erhaltenen Rest des Magens auf das sorgfältigste durch dichte Nähte mit dem Anfang des Zwölffingerdarms vereinigt. Zwei der Operierten starben kurz nach der Operation, wogegen eine dritte Person erst nach einem halben Jahr einem Recidive erlag. Die Unsicherheit der R. hinsichtlich eines günstigen Ausgangs beruht, abgesehen von den überaus großen technischen Schwierigkeiten der Operation, hauptsächlich darin, daß die letztere bisher immer nur in verhältnismäßig späten Stadien des Magenkrebses, in denen bereits Verwachsungen des letztern mit benachbarten Organen, sekundäre Geschwulstknoten und allgemeine Kachexie bestanden, ausgeführt wurde; erst dann, wenn es gelingt, die Krankheit in ihren ersten Anfängen sicher zu erkennen, wird die M. sich als eine ebenso segensreiche Operation wie die Ovariotomie (s. d.) erweisen.