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ErdkundeBrockhaus 1882

Malchin, Kreisstadt im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, an der Peene zwischen dem Cummerower⸗ und dem Malchinersee gelegen, der 9H km lang und 2 kmn breit ist und dessen anmutige Umgebung die Mecklenburger Schweiz genannt wird, Station der Linien Lübeck-Strasburg und M.⸗Waren der Mecklenburger Eisenbahnen, ist Sitz eines Amtsgerichts und hat eine der schönsten Kirchen des Landes aus dem 13. Jahrh. und ein neues stattliches Rathaus, in dessen Sälen der mecklenb. Landtag gehalten wird. M. zählt (1880) 6075 CE., welche Gewerbe, Schiffahrt und Viehzucht treiben, und besitzt ein Realgymnasium, Bürger⸗ und Gewerbeschule, eine Eisenbahn-Maschinenfabrik, eine Imprägnieranstalt, Zucker-Tabak⸗ und Cigarrenfabrikation, Brauereien etc. In der Umgegend liegen die gräfl. Schlösser Basedow, Burg Schlitz, Ipenack und das herzogl. Schloß Remplin, am Malchinersee die Zuckerfabrik Dahmen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 380Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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