FeedMandschurische übersetzen ließen
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Mandschurische übersetzen ließen, ein Bestreben, das aber wenig Eingang im Volke fand. Die M. vergaßen in China ihre eigene Sprache, und dieselbe ist nach Bruniere) sogar in der Mandschurei ihrem Erlöschen nahe, da die M. von den einwandernden Chinesen immer mehr Mandcunpran werden. Der Grundbestandteil der Mandschusprache ist das Tungusische. Doch hat es mongol., türk. und chines. Wörter aufgenommen und wird, wie das Chinesische, in den verschiedenen Gegenden verschieden ausgesprochen. Ihre Schrift, 1599 aus der mongolischen gebildet, wird, wie diese, von oben nach unten in rechtslaufenden Kolumnen geschrieben. Ein Wörterbuch der Mandschusprache lieferte Amyot, das Langlés (2 Bde., Par. 1789) herausgab, jetzt weit übertroffen von Zacharow, «Vollständiges mandschurisch-russ. Wörterbuch» (Petersb. 1875). Grammatiken verfaßten von der Gabelentz (Altenburg 1832), Kaulen (Regensb. 1856), Adam (Par. 1873), Joh. Zacharow (Petersb. 1879); Chrestomathien Klaproth (Par. 1828) und Wassiljew (Petersb. 1863). Eine Ausgabe der Mandschuübersetzungen des Se-schuv, «Schu-kingo und Schi-kingo mit mandschu-deutschem Wörterbuch besorgte von der Gabelentz (2 Tle., Lpz. 1864).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 404Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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