Mangiféra L., Pflanzengattung aus der Familie der Anacardiaceen. Man kennt gegen 12 Arten, die alle in den Tropengegenden Asiens wachsen. Es sind Bäume mit lederartigen ganzrandigen Blättern und meist diöcischen Blüten, die aus einem 4—5teiligen, leicht abfallenden Kelch, 4—5 Blumenblättern, ebenso viel Staubgefäßen und einem mit einfacher Narbe versehenen Griffel bestehen. Der Fruchtknoten ist einfächerig, die Frucht eine ovale oder fast nierenförmige Steinfrucht. Der in Ostindien einheimische Mangobaum (M. indica J.) wird jetzt seiner Früchte wegen in vielen Tropengegenden kultiviert. Die unter dem Namen Mango, Manga oder Mangopflaumen bekannten orangegelben Früchte haben ungefähr die Größe eines Gänseeies, bei manchen Varietäten erreichen sie den Umfang einer Melone, und sind ihres sehr wohlschmeckenden Fleisches halber als Obst, sowohl im rohen Zustande als auch eingemacht, sehr beliebt. Der Same, welcher ungefähr die Größe einer Haselnuß besitzt, schmeckt ähnlich wie bittere Mandeln und soll als würmervertreibendes Mittel gute Dienste leisten. Die Rinde des Baums enthält ziemlich viel Gerbstoff und kann deshalb zum Gerben verwendet werden.