Marchesi (Mathilde), geborene Graumann namhafte Gesanglehrerin, geb. 26. März 1826 Frankfurt a. M., erhielt ihre musikalische Ausbildung durch Otto Nicolai in Wien und Garcia in Paris, sang 1847 und 1848 in Italien, 1849—52 in London und heiratete hier den ebenfalls als Sänger und Gesanglehrer bekannt gewordenen Ritter Salvatore de Castrone, genannt Salvatore Marchesi. Mit ihrem Gatten unternahm sie nun Kunstreisen durch halb Europa, wirkte 1854 —61 als Gesangsprofessorin in Wien, 1865 —68 am Konservatorium in Köln, kehrte im letztern Jahre nach Wien zurück und lebt jetzt in Paris. Sie verfaßte «Erinnerungen aus meinem Lebeno (Wien 1877).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 436Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei