FeedMartigny-Ville
ErdkundeBrockhaus 1882

Martigny-Ville, der Hauptort des Bezirks, Städtchen mit (1880) 1525 E., liegt 477 m über dem Meere, 26 km südwestlich von Sitten (s. d.), in sumpfiger Ebene, am rechten Ufer der Dranse und auf der linken Seite des Rhönethals, welches hier rechtwinkelig nach Nordwesten umbiegt, besitzt eine alte stattliche Kirche mit zahlreichen röm. Inschriften, eine röm., 1822 erneuerte Wasserleitung, mehrere Gasthöfe, und als Knotenpunkt der Eisenbahn Lausanne-St.⸗Maurice-Brig, der Chamonixwege über den Col de Balme und die Tete-Noire und der Route über den Großen St. Bernhard (s. d.) nach Aosta einen sehr lebhaften Touristenverkehr. M. gegenüber liegen auf steiler Felswand am linken Ufer der Dranse die Ruinen der 1260 erbauten, 1518 zerstörten bischöfl. Burg La Bätiaz, deren Turm einen weiten Blick ins Rhönethal gewährt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 491Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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