FeedMazzola oder Mazzuola (Francesco)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Mazzola oder Mazzuola (Francesco), genannt Parmegatano oder Parmeggianino, einer der berühmtesten Maler der lombard. Schule, geb. zu Parma 11. Jan. 1503, bildete sich eine Manier, die Correggios Grazie und Rafaels Ausdruck zu vereinigen suchte. In Bologna arbeitete er den heil. Rochus für die Kirche des heil. Petronius, die in der dresdener Galerie befindliche Madonna della Rosa, welche er aus einer Venus zur Madonna umgestaltete, und die heil. Margareta. In Parma malte er den Cupido, welcher Bogen schnitzt Cim wiener Belvedere), und begann dann die neuerbaute Kirche della Steccata mit Gemälden auszuschmücken. Doch bei seiner geschwächten Gesundheit wurde ihm das Arbeiten sehr schwer. Als die Aufseher des Baues seine Nachlässigkeit bemerkten, ließen sie ihn ins Gefängnis setzen. Wieder in Freiheit gesetzt, entfloh er nach Casalmaggiore, wo er 24. Aug. 1540 starb. Seine Arbeiten, namentlich Staffelbilder von ihm, sind außerordentlich selten. Correggios Grazie erscheint bei M. nicht selten etwas affektiert und theatralisch gesteigert. Auch werden die allzu langen Verhältnisse seiner Figuren getadelt. Was ihm zu seinem großen Ruhm verhalf, war wesentlich die Nachahmung des Helldunkels in den Werken Correggios; auch sind seine Porträts vorzüglich.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 551Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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