Mazzolini (Lodovico), der berühmteste Maler der Schule von Ferrara, geb. um 1481, gest. um 1530, war ein Schüler des Lorenzo Costa, welcher seinerseits mit der paduanischen Schule Mantegnas usammenhing. M. ist in der Auffassung der Gesalten wesentlich Naturalist und in den Bewegungen und Physiognomien nicht selten phantastisch, zeichnet sich aber durch große Glut und Intensivität der Farben aus. Seine besten Bilder befinden sich jetzt in Deutschland, und das Museum zu Berlin bewahrt sein Meisterwerk (von 1524): Christus als Knabe unter den Schriftgelehrten im Tempel. Anderes besitzen die Sammlungen des Louvre, Ferrara lim Athenäum eine Verehrung des Christuskindes) und München. [mon.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 551Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei