FeedMeerbusen
ErdkundeBrockhaus 1882

Meerbusen selbst gewinnt die Gestalt eines Mittel- oder Binnenmeers, wenn seiner breiten, offenen Seite Inselketten oder Inselgruppen vorliegen, zwischen welche verschiedene Kanäle hindurchführen, wie dies bei dem sog. centro-amerikanischen Mittelmeer, d. i. dem Golf von Mexiko und dem Antillenmeer, sowie bei dem südchinesischen M. der Fall ist. Man betrachtet sogar im Gegensatz zu dem offenen Ocean auch solche Gewässer als Binnenmeere, welche gar nicht vom Festlande, sondern nur von Inselgruppen umschlossen werden, wie die Java⸗, Banda⸗, Celebes⸗ und Sulusee im Ostindischen Inselmeer. Überhaupt ist eine feststehende Benennung der kleinern Meeresteile kaum durchführbar, da oft die in ihren Eigenschaften ganz gleichen Einbuchtungen doch verschiedene Namen führen, wie sie eben der Sprachgebrauch ihnen einmal verliehen hat. Durch die Gliederung des Landes kann auch eine Verkettung oder ein Übergang aus einer in die andere Grundform bewirkt werden, sodaß ein Meer: busen zuerst in einer Straße und jenseit derselben wieder in ein Binnenmeer verläuft, wie z. B. das Arabische M. durch die Straße von Hormuzd in den Persischen Golf, der Meerbusen von Aden durch die Straße Bab-el-Mandeb in das Rote M., das Jonische M. durch die Straße von Otranto in das Adriatische, das Agäische durch den Hellespont in das Marmarameer und dieses wieder durch den Bosporus in das Schwarze M. Kleine Meerbusen heißen Buchten. Diese bilden, wenn sie neben dem Schutz gegen Winde zugleich sichern Ankergrund und gehörige Tiefe zum Ein⸗ und Auslaufen der Schiffe darbieten, natürliche Häfeno, die jedoch meistens erst durch menschliche Kunst zu wirklichen Häfen gestaltet werden. (S. Hafen.) Reeden dagegen sind Ankerplätze nahe der offenen See, aber bereits so mit Land umgeben, daß sie Schutz gegen Wind und offene See bieten. Fjorde sind lange, schmale Buchten, beziehungsweise auch Kanäle an zerrissenen Küsten, meistens an felsigen Gestaden, wie in Norwegen, in Schottland (wo sie Firths heißen), an dem südlichsten und nördlichsten Teile der Westküste Amerikas, aber auch an flachen, wie bei der cimbrischen Halbinsel der Liimfjord (s. d.). Andere meerbusen⸗ oder buchtenartige Formen, wie das Haff (s. d.), der Strandsee, der Liman (s. d.), das Ästuarium (s. d.), die Lagune (s. d.), gehören mehr der Beschreibung der Küsten und Flüsse an als der eigentlichen Oceanographie oder Beschreibung des M. (S. Hydrographie.) Die Meerestiefe ist noch unvollkommen erforscht, weil das Senkblei, Bathometer oder Lot (s. d.), d. i. das Instrument, dessen man sich zu deren Messung bedient, seinem Zweck seither nicht vollkommen entsprach. Noch in der Mitte des 19. Jahrh. wurde die Tiefe des M. sehr überschätzt, und zwar selbst auf Grund vorsichtig ausgeführter Messungen. Sir James Roß hatte zuerst auf seiner antarktischen Reise (1839 — 43) umfassende StHetene angestellt und 1425 km westlich von St. Helena eine Tiefe von 8412, m, der engl. Kapitän Denham 30. Okt. 1852 zwischen der Mündung des La-Plata und der Insel Tristan d'Acunha die ungeheuere Tiefe von 14,092 m gefunden. In demselben Jahre sah der amerik. Lieutenant Parker etwas westlicher sogar 15,179 m seiner Leine ablaufen, ohne Grund zu finden. Aber diese Messungen waren angestellt, ehe man die Unzuverlässigkeit der dabei angewandten Instrumente kannte. Der amerik. Nautiker Maury (s. d.) erhob sofort Zweifel an deren Richtigkeit und glaubte die Denhamsche und die Parkersche Angabe zu 9315 und 10,973 m korrigieren zu müssen, erklärte auch überdies alle nach der bis dahin üblichen Methode angestellten Tiefenmessungen, welche 2400—3000 mübersteigen, für unsicher. Erst in neuerer Zeit ist man nach Aufwendung vieler Kosten und Mühe, nachdem das Bathometer vollkommenere Konstruktion erhalten, zu befriedigendern Resultaten gelangt, und namentlich haben zuerst die genauen Untersuchungen des Seebodens zum Behuf der Legung des Atlantischen Kabels (s. Telegraphie), in neuester Zeit die wissenschaftlichen Untersuchungen der Schiffe Challenger, Porcupine, Gazelle, Tuscarora u. s. w. dazu beigetragen. Die größte wirklich gemessene Tiefe im Atlantischen Ocean (s. d.) ist 85 Seemeilen im Norden von St. Thomas ermittelt. Sie beträgt 7086 m, also nur 1843 m weniger, als die Höhe des Gaurisankar oder Mount-Cverest, des höchsten gemessenen Himalajagipfels, über das M. beträgt; die im Großen Ocean fand sich östlich von Japan zu 8513 m; die im Karibischen Meere, südlich von Cuba, bei Groß-Kaiman, 6260 m; die im südl. Großen Ocean zu 5422 m; die im Indischen Ocean zu 5523 m; die im südl. Atlantischen Ocean zu 6006 m; die im nördl. Polarmeer zu 4846 m. Der Unterschied zwischen dem höchsten und tiefsten Punkte der Erdoberfläche berechnet sich danach auf 17356 m. Eine sehr schnelle Zunahme der Meeres-⸗ tiefe findet namentlich in der Nähe der Küsten statt; ja die tiefsten Stellen scheinen im allgemeinen nicht in der Mitte der Meere, sondern in der Nähe der Küsten sich vorzufinden. (S. Tiefseemessung mit dazugehöriger Karte.) Binnenmeere haben in der Regel eine weit geringere Tiefe als der offene Ocean. Die mittlere Tiefe der gesamten Meeres-⸗ räume kann ungefähr zu 3500 m angenommen werden. Mit dieser Tiefe erhält man als Volumen des Weltmeers 1285 Mill. Kubikmeter und daraus folgt, daß das Meer etwa den 840. Teil des gesamten Erdvolumens ausmacht. Aus den verschiedenen Tiefen, welche das M. an verschiedenen Orten hat, kann man nun schließen, daß auch der Meeresgrund oder Meeresboden, ähnlich der Oberfläche der Erde, wie mit Mulden und weiten Ebenen, so mit Anhöhen, einzelnen Bergen und ganzen Gebirgen ausgestattet sein muß. In allen Oceanen bedeckt den Meeresboden ein feiner Schlamm, in der Nähe der Küsten blauer, grüner und grauer und roter, auch Sand und Korallenkalk; die Tiefsee decken überall Schlamm aus den Schalen abgestorbener Lebewesen: Globigerinen⸗, Radiolarien⸗ und Diatomeenschlamm, sowie rote und grüne Tiefseethone; letztere sind am weitesten verbreitet. Die Spitzen und Rücken unterseeischer Berge zeigen sich vorragend als Inseln (s. d.). Auch die Bänke (s. d.) im M. sind solche Erhöhungen des Meeresbodens, sowohl die Sandbänke wie die Korallen-und Austernbänke. Riffe heißen die an der Küste sich hinziehenden Reihen von Felsen und Klippen. In der Ostsee führen die einen Teil der schwed. Küste einfassenden Klippen den Namen Schären. Das M. nimmt die meisten das Land durchschneidenden Flüsse in sich auf, ohne selbst einen Abfluß zu haben; es müßte daher unaufhörlich zunehmen und steigen, wenn nicht durch die fortwährend an seiner Oberfläche stattfindende Wasserverdunstung eine ungeheuere Wassermenge von der Atmosphäre aufgenommen und in Gestalt von Nebel und Wolken zum Teil dem Lande wieder zugeführt würde. Die Temperatur am Meeresboden hat man in der Nähe der Polarmeere bis zu —1,8, im Polarmeere bis unter —3,5“, in den mittlern und niedrigern Breiten bei 4000 und 6000 m Tiefe zu + 2“ bis 2,5e, am Aquator zu + 0,' bis —0,6 C., südlich vom Aquator zu 0,8 bis 1,8˙ C. gefunden. Den allgemeinen statischen Gesetzen folgend, ist auch das Wasser wie jede andere Flüssigkeit bestrebt, an seiner Oberfläche einen horizontalen Stand einzunehmen, und da alle M. untereinander in Verbindung stehen, so hat die Oberfläche des M. im ganzen auch überall dieselbe Höhe. Indes bewirkt die Nähe der Kontinentmassen eine Anziehung der Wassermassen von der Stärke, daß man z. B. für den nördl. Großen Ocean in der Mitte eine Depression von 1405 mberechnet; um so viel wäre das Niveau des den Küsten fernen Meeres niedriger, als das des Meeres an den Küsten. Der Meeresspiegel wurde bisher als die einzig wahre Grundlage der Messungen, nach der man die Höhe des Festlandes bestimmt, allgemein angenommen. Da aber die Binnenmeere meist eine Ausnahme machen, indem diese in der Regel einen höhern, das Mittelmeer einen etwas niedrigern Wasserstand haben als der offene Ocean, so hat man in neuerer Zeit die Höhenmessungen entweder nur auf einen einzigen Pegel (s. d.) oder noch besser auf eine ein für allemal festgesetzte Landhöhenmarke (für das Königreich Preußen z. B. an der Sternwarte in Berlin 37 m über dem Pegel in Swinemünde) bezogen. Die Ursachen dieser Niveauverschiedenheiten liegen teilweise in den vorherrschenden Windrichtungen, Verdunstungsphänomenen, Attraktionserscheinungen, vielleicht auch in dem zugeführten Wasserreichtum; aber genau sind dieselben keineswegs erkannt. Nächst den Höhenverschiedenheiten einzelner Teile des M. bilden einen noch interessantern Wechsel des Niveau die Erscheinungen der Gezeiten oder der Ebbe und Flut (s. d.). Von den Gewässern des Festlandes unterscheidet sich das Meerwasser durch seinen Geschmack, der außer seiner salzigen Beschaffenheit noch einen Zusatz von widerlicher Bitterkeit hat, übrigens in den verschiedenen M. verschieden und bei größerer Entfernung vom Lande am salzigsten ist. Das Salz verhindert die Fäulnis des Seewassers keineswegs; vielmehr lehrt die Erfahrung, daß das Seewasser selbst, wenn es in Ruhe steht, viel leichter fault als reines Wasser. Dagegen gibt der Salzgehalt dem Meerwasser einen Zusatz von spezifischer Schwere, der es geschickt macht, größere Lasten zu tragen, und das Schwimmen erleichtert. Die Imammensebung des Meerwassers ist im allgemeinen: Chlornatrium 26,9 Teile, Chlormagnesium 3,2, Bittersalz 2½2, Gips 1,4, Chlorkalium 0,6, Verschiedenes 0,1 Teile in 1000 Teilen Wasser. Das mittlere spezifische Gewicht des Meerwassers beträgt etwa 1,027 bis 1,029 und ist wesentlich von dessen Salzgehalt abhängig. Die Meeresfarbe im allgemeinen ist schwach grünlich (meergrün). In dieser Grundfarbe treten aber vielfache Anderungen ein, die bald in dem Leuchten der Sonne, bald in der Farbe des Himmels, bald in der Nähe und Farbe des Grundes, bald in andern Einwirkungen ihre Ursachen haben. Wenn die Sonne in schräger Richtung das M. bescheint, so sieht man häufig auf der Lichtseite einen herrlich smaragdgrünen Schein, auf der Schattenseite zeigt sich dagegen ein ebenso herrliches Purpurrot. Bei Stürmen pflegt das M. grün und in Gegenden, wo das Senkblei bald den Grund erreicht, oft milchfarbig zu erscheinen. Klippen verursachen einen bräunlichen oder daaalkrnnen Schlammgrund einen graulichen Ton. Kalkküsten geben dem Wasser eine auffallend helle Farbe, und vom Ufer aus erscheint das M. zuweilen ganz dunkelblau. Eine merkwürdige Erscheinung ist auch das oft beobachtete Leäuchten des M., welches einen prachtvollen Anblick gewährt und von Forster aus drei verschiedenen Ursachen erklärt wird. Zuweilen leuchtet nämlich blos die Bahn, welche das Schiff auf der glatten Wasserfläche zurückläßt, was Forster von der aus Reibung des Schiffs am Wasser bei der schnellen Bewegung erregten Elektricität herleitet; öfters leuchten aber alle Wellen, die an feste Gegenstände anschlagen, was, besonders zur Zeit der Windstille, phosphorischen, durch Fäulnis und Verwesung erzeugten Stoffen zuzuschreiben ist; endlich scheint zuweilen das ganze M. mit Licht 3.übergossen zu sein, wobei nicht nur die Oberfläche, sondern auch die Tiefe wie Feuer glänzt und die Fische wie aus Feuer gebildet scheinen, was, wie genaue Untersuchungen dargethan haben, von leuchtenden Seewürmern herrührt. Nach K. Vogt wird das Leuchten stets durch Tiere hervorgebracht. Es beschränkt sich aber dieses Leuchten auf keine Tierklasse der Meeresbewohner, noch auf ein Organ, sondern es ist bei denselben eine allgemeine Lebenserscheinung und, wie die Wärme, eine Begleiterin des chem. Stoffwechsels. Die verschiedene Intensität richtet sich daher nach der Energie, mit welcher die Lebensprozesse vor sich gehen. Das Licht variiert nicht bloß in Stärke, sondern auch in Farbe, und es gibt ungefärbtes, rötliches, gelbliches, bläuliches und grünliches Licht. Manche Seetiere leuchten nur während der Muskel-oder Friktionsbewegung. Eine merkwürdige Eigentümlichkeit des M. ist ferner seine außerordentliche Durchsichtigkeit, die im allgemeinen weit größer als in dem mit fremden Teilchen reich geschwängerten Wasser der Flüsse und in kalten Klimaten auffallender als in den heißen ist. Das Licht dringt, nach den Aussagen der Taucher, 16—20 m und noch tiefer unter die Oberfläche des M. ein, und man hat häufig bei 65 m Tiefe noch den Meeresgrund deutlich gesehen; die Lichtstrahlen dringen aber mindestens bis in 90 m Tiefe ein, doch weichen die Angaben darüber sehr voneinander ab. Die Temperatur des Meerwassers an der Oberfläche hängt mit der Temperatur der Luft zusammen, nur ist die Veränderlichkeit derselben beim Wasser nicht so groß als bei der Luft. Es nimmt daher die Temperatur des M. ebenso wie die der Luft vom Pol gegen den Aquator hin zu, obwohl lokale Verhältnisse auch hier manche Anomalie bewirken. Dagegen verhält es sich mit der Temperatur des M. in größern Tiefen gerade umgekehrt wie mit der Temperatur des Festlandes; diese nimmt zu, die Wärme des M. dagegen scheint nach der Tiefe zu fortwährend geringer zu werden und sinkt in den ansehnlichsten Tiefen selbst unter den Gefrierpunkt herab. Süßwasser dehnt sich aus, wenn es 4C. kalt geworden ist: das Meereswasser dagegen fährt fort, sich zusammenzuziehen bis zum Gefrierpunkt, der bei mittlerm Salzgehalt in —1„96 C. liegt; der Punkt seiner größten Dichtigkeit ist —3,9 C. Das Meerwasser ist in fortdauernder Bewegung, wodurch seine Reinheit erhalten wird. Diese Bewegungen sind teils regelmäßig, teils unregelmäßig. Zu den regelmäßigen gehört, außer der Ebbe und Flut, vor allem das großartige Phänomen der Meeresströmungen, für deren Ursache die Winde, die Temperaturunterschiede, die Unterschiede im spezifischen Gewicht, also im Salzgehalt, die Ebbe und Flut gehalten werden. Unter ihnen nimmt die erste Stelle die sog. Aquatorialströmung oder der Oststrom ein, von einigen auch Rotation des M.v genannt. Diese Strömung erscheint im Atlantischen Meer (s. d.), wie in der Südsee (s. d.), in der äquatorialen Zone und hat ihren Grund in den unter den Wendekreisen beständig herrschenden Passat⸗ und Ostwinden und in der täglich zweimal wechselnden Flut, sowie in dem Einfluß, welcher durch den Umschwung der Erde um ihre Achse auf die Wassermasse hervorgebracht wird. Außerdem gibt es noch eine Anzahl besonderer Meeresströme zu deren wichtigsten der Golfstrom (s. d.) im Atlantischen Ocean und der Kuro⸗-Siwo oder Japanische Strom im Großen Ocean, sowie die aus den Polargebieten kommenden kalten Strömungen gehören. Diese letztern führen häufig große Massen Polareis (. d.) mit sich. Auch gibt es sog. Doppelströmungen des M., die sich kreuzen, d. h. übereinander in direkt entgegengesetzter Richtung sich bewegen. So hat man unwiderleglich nachgewiesen, daß unterhalb des sichtbaren, vom Atlantischen M. durch die Meerenge von Gibraltar ins Mittelmeer sich ergießenden Stroms ein anderer, entgegengesetzter durch dieselbe Meerenge vom Mittelmeer in das Atlantische geht, und ähnliche Doppelströmungen kommen im Bosporus bei Konstantinopel, im Bab-el-Mandeb, dem Eingang des Roten M., und im dän. Sund vor. (Hierzu eine Karte: Meeresströmun gen.) Eine andere Art der Bewegung des M., wodurch die Ruhe und das Gleichgewicht seiner Oberfläche gestört wird, ist auch das Driften (s. d.) und die durch die Stürme bewirkte Wellenbewegung. Verliert nämlich die Luft ihr Gleichgewicht, so gerät sie in wellenförmige Bewegung, stößt auf die Wasserfläche und stört dadurch auch auf dieser das Gleichgewicht oder den wagerechten Stand. Dadurch erhebt sich der gestoßene Teil über den nächstliegenden, dieser wird niedergedrückt, und es entsteht eine Erhöhung an der Stelle, die aber vermöge der Schwere des Wassers sogleich wieder niedersinkt, den nächstfolgenden Teil niederdrückt und zum Steigen zwingt. Demnach ist die Wellenbewegung ein abwechselndes Steigen und Fallen zweier Wasserberge, wobei jedoch das Wasser nicht fortfließt. Noch gehören zu den Bewegungen des M. die Strudel oder Wirbel, welche entstehen, wenn das Wasser an einem Orte mit heftiger Gewalt in kreisförmiger Bewegung herumgetrieben wird. Der berühmteste dieser Strudel ist der Malström (s. d.). Im Altertum waren die Scylla und Charybdis gefürchtet. sea and its meteorologys (neue Aufl., Neuyork 1873; nach der 1. Aufl. deutsch bearbeitet von Böttger, Die physische Geographie des Ma, Lpz. 1856); Schleiden, „Das M.» (Lpz. 1865 — 66; 2. Aufl., Berl. 1873 — 74); Gareis und Becker, (Zur Physiographie des M.»(Triest w1867); Kayser, „Physik des M.v (Paderb. 1873); von Boguslawsky, Handbuch der Oceanographied (Bd. 1, Stuttg. 1884); «Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologies (herausg. vom Hydrographischen Amt der kaiserl. Admiralität); Krümmel, Versuch einer vergleichenden Morphologie der Meeresräumes (Lpz. 1879).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 570Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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