Meierotto (Joh. Heinr. Ludw.), Schulmann und Pädagog, geb. 22. Aug. 1742 zu Stargard, wurde, nachdem er zu Frankfurt a. O. seine Studien vollendet hatte, 1771 zum Professor an dem Joachimsthalschen Gymnasium, darauf zum Ephorus desselben und Oberschulrat ernannt und starb 24. Sept. 1800. Er war es namentlich, der neben den sprachlichen auch den sachlichen Kenntnissen im höhern Unterrichtswesen eine würdige Stelle anwies und den geistlosen Mechanismus in der Schule bekämpfte. Unter seinen Schriften sind zu erwähnen: die Lat. Grammatik in Beispielen aus den klassischen Schriftstellern » (2 Bde., Berl. 1785), «über Sitten und Lebensart der Römerv (2 Bde., Berl. 1776; 3. Aufl., von Buttmann vermehrt, 1814); „Abschnitte aus deutschen und verdeutschten Schriftstellern zu einer Anleitung der Wohlredenheito (Berl. 1794), Ciceronis vita ex ipsius scriptis excerptap (Berl. 1783).