Mellin (Gustaf Henrih), schwed. Novellist und Romanschriftsteller, geb. 23. April 1803 zu Revolax in Finland, kam 1816 in das Haus des Dichters Franzen, der sich seiner väterlich annahm, und studierte Theologie zu Upsala. Nachdem er 1829 die Priesterweihe erhalten, lebte er in Stockholm, bis er 1851 als Pastor nach Norra Wram in Schonen berufen wurde. Er starb 2. Aug. 1876. Schon seine ersten novellistischen Versuche, namentlich „Blomman pà Kinneékulles (3. Aufl., Stockh. 1831), (Sivard Kruses Bröllopo (2. Aufl., Stockh. 1832) und Anna Reibnitzy (2. Aufl., Stockh. 1833), fanden allgemeinen Beifall. Die Stoffe zu seinen Novellen sind meist der vaterländischen Geschichte entlehnt, die zum Teil in dem 1831—-45 von ihm herausgegebenen Taschenbuch Winterblommoro erschienen. Eine Gesamtausgabe seiner novellistischen Schriften erschien 1866—67 (3 Bde., neue Aufl., 1874—75). Auf dem Gebiete der Geschichtschreibung veröffentlichte er unter anderm: Krigen och statshvälfningarne i vära dagaro (Stockh. 1848—49); ferner die biographischen Werke: «Sveriges store mäno und «Sveriges märkvärdigaste fruntimmer » u. s. w. Kleinere Dichtungen bilden den Inhalt der KSamlade Dikter o (Stockh. 1852). Die meisten Romane und Novellen M.s sind auch in das Deutsche übersetzt worden.