Grafström (Anders Abraham), schwed. Dichter, geb. 10. Jan. 1790 in Sundsvall, studierte in Upsala, promovierte daselbst 1815 und wurde 1819 Amanuensis bei der Bibliothek, 1820 Docent, 1821 Lehrer an der Kriegsakademie auf Carlberg bei Stockholm. Nachdem er 1830 zum Geistlichen ordiniert worden, übernahm er 1832 das Amt als Lektor der Geschichte am Gymnasium zu Hernösand, erhielt dann den Professortitel und wurde endlich w1835 Pastor in Umeq, wo er seitdem verblieb. Er starb 24. Juli 1870. Als lyrischer Dichter trat G. zuerst in verschiedenen Kalendern und Zeitschriften auf. Selbständig gab er dann heraus „Sänger frän Norrlando (2 Tle., Stockh. 1841 —48), welche Dichtungen besonders wegen der darin enthaltenen Naturbeschreibungen großen Beifall fanden und ihm 1839 einen Platz unter den 18 Mitgliedern der Schwedischen Akademie verschafften. Religiösen Inhalts sind seine Julliljor⸗ (2. Aufl., Stockh. 1852) und «Christeliga tänke-Sspräky (Stockh. 1855). Außerdem hat er die Bioraphie seines Schwiegervaters, des Dichters Iranzon für die neue Ausgabe von dessen Schriften geliefert, sowie den Text geschrieben zu dem schönen Kupferwerke Ett är i Sverigen (Stockh. 1827—35), herausgegeben von Forssell. Auch übersetzte er Martaceieon „Sapphov (Stockh. 1833) und Rühs' Maria Eleonorap (Stockh. 1825) ins Schwedische. Im J. 1864 veranstaltete er selbst eine Ausgabe seiner Poesien: Samlade Skaldestyckenv. Sein Sohn Thor Frithiof G., geb. auf dem Schlosse Carlberg 6. April 1827, hat sich auch als Dichter und Homiletiker rühmlichst bekannt gemacht. Er Eoeie, in Upsala, empfing 1857 die priesterliche Weihe, war als Legationsprediger in Paris seit 1859 und in London seit 1863 thätig, und ward 1866 zum Pfarrer in der St. Clara-Gemeinde zu Stockholm berufen. Im J. 1868 ward er zum Doktor der Theologie ernannt, 1872 zum Oberhofprediger und 1880 zum Ordensbischof. Er starb 13. Aug. 1883 in Stockholm. Seine Elegie (Franz Michael Franzen» wurde 1848 von der Schwedischen Akademie gekrönt, sowie auch die Gedichte Sängens framtido (1852) und «EFjell-Lappeno (1860). Auch gab er eine Sammlung seiner Predigten: «Minnen frän St.-Clara kyrka (2 Tle., 1878) heraus.