Melnik, Hauptstadt einer Bezirkshauptmannschaft im nördl. Böhmen, rechts an der hier schiffbar werdenden Elbe, gegenüber dem Einfluß der Moldau, Station der Linie Wien-Tetschen der OÖsterreichischen Nordwestbahn, zählt (1880) 2116, als Gemeinde 3969 E. und hat eine sehenswerte alte Dekanatskirche, ein altes Schloß mit der Kapelle der heil. Ludmilla, ein sehr altes Rathaus, einen tiefen Stadtbrunnen, zwei Bürgerschulen und eine Weinbauschule. Bekannt ist der dortige Weinbau, welchen Kaiser Karl IV. durch Anlegung von Burgunderreben gründete.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 604Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei