Menedemus, aus Eretria auf Euböa, ein griech. Philosoph, der ungefähr 350—276 v. 1le lebte, ist der Stifter der sog. Eretrischen Schule, die nur ein unbedeutender Nebenzweig der Megarischen Schule (s. d.) war. Das wenige, was die Alten von M. berichten zeigt nur seinen Anschluß an die Megariker. Menelaos, mythischer König von Lacedämon, Sohn des Atreus, jüngerer Bruder des Agamemnon, Gemahl der Helena und als solcher eine Hauptperson in dem Sagenkreise vom Zuge der Griechen gegen Troja, wobei er 60 Schiffe führte und sich persönlich eifrig am Kampfe beteiligte; auch gehörte er zu den Helden, die im Bauche des hölzernen Rosses eingeschlossen in die Burg von Troja eindrangen. Nach Trojas Fall segelte er mit Helena ab, wurde aber in der Nähe des Kap Malea von einem Sturm überfallen, der seine Flotte zerstreute, und nach Osten verschlagen, worauf er acht Jahre lang umherirrte; er kam nach Kypros, Phönizien, Athiopien, Agypten und Libyen. aab der Insel Pharos, wo er 20 Tage verweilte, ga ihm Eidothea den Rat, ihren Vater Proteus durch List zu fangen und dann zu zwingen, das zu verkünden, was er thun müsse, um glücklich nach Hause zurückzukehren. Dies geschah, und M. kam glücklich mit Helena in seiner Heimat wieder an, gerade an dem Tage, an welchem Orestes die Klytämnestra und den Ägisthos bestattete. Von nun ab lebte er in Glück und Reichtum in Sparta, wo ihn Telemachos besuchte, um nach dem Schicksal des Odysseus zu forschen, während er gerade seine Tochter Hermione an Neoptolemos und seinen Sohn Megapenthes an Iphiloche, die Tochter des Alektor, vermählte. Als Eidam des Zeus wurde er endlich auf die Insel der Seligen versetzt. Zu Therapne bei Sparta sollen er und Helena in einem Tempel begraben sein, wo sie göttliche Ehren genossen.